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WestfalenClassics Festival 2026


WestfalenClassics Festival 2026
Tango Nuevo
Rüthen, Historisches Rathaus
Hachtorstraße 26, 59602 Rüthen (Deutschland) - Karte
Gernot Süßmuth, Violine
Dagmar Spengler-Süßmuth, Violoncello
Alf Moser, Kontrabass
Reinhard Seehafer, Klavier
Julia Stemberger, Sprecherin
Im Argentinien der 1960er und 70er Jahre herrschten zyklische Wirtschaftskrisen und politische Instabilität. Militär- und Zivilregierungen putschten sich wechselseitig aus den Machtzentralen. Die Armut war bedrückend und betraf große Bevölkerungsteile. Im Tanz drückte sich dennoch die Lebenslust der Argentinier aus und in den Straßen und Hinterhöfen tanzte das einfache Volk leidenschaftlich Tango. Dieser bereits in den 20er Jahren in den Hafenvierteln von Buenos Aires entstandene Tanz bekam zudem gerade in jener Zeit der Wirren als „Tango nuevo“ ein neues Gesicht – dank der genialen Initiative Astor Piazzollas.
Piazzollas „Las Cuatro Estaciones Porteñas”, zwischen 1965 und 1970 entstanden, bezeichnen vier ausgedehnte Tangos, die Vivaldis europäischer Vorlage den Verlauf der vier Jahreszeiten auf der Südhalbkugel gegenüberstellen – in Piazzollas Heimat Argentinien und aus der Perspektive der Porteños, der Einwohner von Buenos Aires. Um die Brücke zu schlagen, hat Piazzolla dabei die charakteristischen Stilmerkmale und Rhythmen des Tango Nuevo mit Elementen europäischer Barockmusik verbunden.
In den „Jahreszeiten von Buenos Aires” bringt Piazzolla den Puls der Großstadt zum Klingen, als deren Seele er den Tango in seiner ausgereiften Form zelebriert, in die auch Elemente klassischer Konzertmusik und des Jazz einfließen. Sein „Frühling“ steht für das Erwachen der ersten Liebe. Und auch die Stadt erwacht zu neuem Leben, die Bäume schmücken sich mit Grün und die Blumen tauchen alles in einen verführerischen Duft. Der „Sommer“ ist dominiert von Leidenschaft, wenn die sengende Hitze den Körper verzehrt. Dabei lässt die Musik auch die Langsamkeit der Stadt erahnen, die erst aufzuatmen scheint, wenn endlich die Sonne versunken ist. Mit dem „Herbst“ folgt die Zeit des Abschieds, die auch die Vergänglichkeit der Leidenschaft einbezieht. Umso stärker erwacht das Gefühl der Sehnsucht. Im „Winter“ schließlich herrschen Einsamkeit und Kälte, doch auch hier wird die Melancholie der Musik immer wieder von starken rhythmischen Impulsen durchbrochen. Die Hoffnung auf den nächsten Frühling!
Auch wenn Astor Piazzolla und Isabel Allende unterschiedlichen Kunstformen angehören, verbindet sie doch eine ähnliche Bild- und Gefühlswelt, die geprägt ist von Leidenschaft, Erinnerung, Sehnsucht und der besonderen Lebensart Lateinamerikas.
Musik und Literatur begegnen sich in diesem Programm auf besondere Weise. Astor Piazzollas „Las Cuatro Estaciones Porteñas“ zeichnen kein naturromantisches Bild der Jahreszeiten, sondern porträtieren das pulsierende Leben von Buenos Aires – mit seiner Sinnlichkeit, Melancholie, Leidenschaft und seinen Widersprüchen. Einen ähnlichen Ton finden wir in den Texten Isabel Allendes.
1942 in Lima, Peru, geboren, zählt sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen der spanischsprachigen Welt. Nach dem Militärputsch in Chile 1973 lebte sie im Exil und wurde mit ihrem Roman „Das Geisterhaus“ international bekannt. Allendes Werke verbinden persönliche und historische Schicksale mit poetischer Erzählkraft und kreisen häufig um Themen wie Erinnerung, Identität, Familie und die Rolle der Frau. Zwischen Realität und Poesie eröffnet sie Räume der Erinnerung, des Träumens und des Erzählens.
In der Verbindung von Piazzollas Tangos und Allendes Worten entsteht ein Dialog zweier AutorInnen und Kunstformen: Die Klänge des Tango Nuevo und die literarischen Bilder ergänzen sich zu einer Reise durch innere und äußere Jahreszeiten. Musik und Text begegnen sich dabei in einer gemeinsamen Sprache: der der großen, gelebten Emotionen.
Einlass: 1 Stunde vor Beginn
Schüler bis 15 Jahre haben freien Eintritt und benötigen kein Ticket
Dagmar Spengler-Süßmuth, Violoncello
Alf Moser, Kontrabass
Reinhard Seehafer, Klavier
Julia Stemberger, Sprecherin
Im Argentinien der 1960er und 70er Jahre herrschten zyklische Wirtschaftskrisen und politische Instabilität. Militär- und Zivilregierungen putschten sich wechselseitig aus den Machtzentralen. Die Armut war bedrückend und betraf große Bevölkerungsteile. Im Tanz drückte sich dennoch die Lebenslust der Argentinier aus und in den Straßen und Hinterhöfen tanzte das einfache Volk leidenschaftlich Tango. Dieser bereits in den 20er Jahren in den Hafenvierteln von Buenos Aires entstandene Tanz bekam zudem gerade in jener Zeit der Wirren als „Tango nuevo“ ein neues Gesicht – dank der genialen Initiative Astor Piazzollas.
Piazzollas „Las Cuatro Estaciones Porteñas”, zwischen 1965 und 1970 entstanden, bezeichnen vier ausgedehnte Tangos, die Vivaldis europäischer Vorlage den Verlauf der vier Jahreszeiten auf der Südhalbkugel gegenüberstellen – in Piazzollas Heimat Argentinien und aus der Perspektive der Porteños, der Einwohner von Buenos Aires. Um die Brücke zu schlagen, hat Piazzolla dabei die charakteristischen Stilmerkmale und Rhythmen des Tango Nuevo mit Elementen europäischer Barockmusik verbunden.
In den „Jahreszeiten von Buenos Aires” bringt Piazzolla den Puls der Großstadt zum Klingen, als deren Seele er den Tango in seiner ausgereiften Form zelebriert, in die auch Elemente klassischer Konzertmusik und des Jazz einfließen. Sein „Frühling“ steht für das Erwachen der ersten Liebe. Und auch die Stadt erwacht zu neuem Leben, die Bäume schmücken sich mit Grün und die Blumen tauchen alles in einen verführerischen Duft. Der „Sommer“ ist dominiert von Leidenschaft, wenn die sengende Hitze den Körper verzehrt. Dabei lässt die Musik auch die Langsamkeit der Stadt erahnen, die erst aufzuatmen scheint, wenn endlich die Sonne versunken ist. Mit dem „Herbst“ folgt die Zeit des Abschieds, die auch die Vergänglichkeit der Leidenschaft einbezieht. Umso stärker erwacht das Gefühl der Sehnsucht. Im „Winter“ schließlich herrschen Einsamkeit und Kälte, doch auch hier wird die Melancholie der Musik immer wieder von starken rhythmischen Impulsen durchbrochen. Die Hoffnung auf den nächsten Frühling!
Auch wenn Astor Piazzolla und Isabel Allende unterschiedlichen Kunstformen angehören, verbindet sie doch eine ähnliche Bild- und Gefühlswelt, die geprägt ist von Leidenschaft, Erinnerung, Sehnsucht und der besonderen Lebensart Lateinamerikas.
Musik und Literatur begegnen sich in diesem Programm auf besondere Weise. Astor Piazzollas „Las Cuatro Estaciones Porteñas“ zeichnen kein naturromantisches Bild der Jahreszeiten, sondern porträtieren das pulsierende Leben von Buenos Aires – mit seiner Sinnlichkeit, Melancholie, Leidenschaft und seinen Widersprüchen. Einen ähnlichen Ton finden wir in den Texten Isabel Allendes.
1942 in Lima, Peru, geboren, zählt sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen der spanischsprachigen Welt. Nach dem Militärputsch in Chile 1973 lebte sie im Exil und wurde mit ihrem Roman „Das Geisterhaus“ international bekannt. Allendes Werke verbinden persönliche und historische Schicksale mit poetischer Erzählkraft und kreisen häufig um Themen wie Erinnerung, Identität, Familie und die Rolle der Frau. Zwischen Realität und Poesie eröffnet sie Räume der Erinnerung, des Träumens und des Erzählens.
In der Verbindung von Piazzollas Tangos und Allendes Worten entsteht ein Dialog zweier AutorInnen und Kunstformen: Die Klänge des Tango Nuevo und die literarischen Bilder ergänzen sich zu einer Reise durch innere und äußere Jahreszeiten. Musik und Text begegnen sich dabei in einer gemeinsamen Sprache: der der großen, gelebten Emotionen.
Einlass: 1 Stunde vor Beginn
Schüler bis 15 Jahre haben freien Eintritt und benötigen kein Ticket
Veranstalter: Westfalenclassics Festival e.V.
Bild links: © Westfalenclassics Festival e.V. / Bild rechts: © Westfalenclassics Festival e.V.
| Preise | |
1 Freie Platzwahl | |
|---|---|
| Normalpreis | € 30.00 |
| Schüler, Studenten ab 16 Jahren | € 17.00 |
| Sa., 19.09.2026 - 19.00 Uhr | Tickets bestellen | |
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